Von Sinnen kann man sein, wenn die Liebe und die Lust einen ergreifen. Darüber haben zahlreiche deutsche Autorinnen und Autoren geschrieben, mit Sinn und Phantasie
Wie lässt man erlebte Reize in Sprache übergehen? Franz Schuh kann sich nach dieser Lektüre des Eindrucks nicht erwehren, dass die Sprache die Reize längst dominiert. Resultat: "Man verfehlt ständig das Thema." Fast scheint das ganz gut so, denn Schuh hat sich immerhin prächtig amüsiert. "Das Vokabular für die Sache selbst zu halten führt in eines der Nachbarländer der Pornografie, nämlich ins unfreiwillig Komische." Herrlich "reizdominierende Ausdrücke", wunderbar "lüstern aufpeitschender Ton"! Wenn das der Sinn des Ganzen war, scheint es geglückt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…