Bettina Kohlrausch (Hg.), Eileen Peters (Hg.), Karin Schulze Buschoff (Hg.)

Was von Corona übrig bleibt

Erwerbsarbeit, Sozialstruktur, gesellschaftliche Folgen
Cover: Was von Corona übrig bleibt
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2025
ISBN 9783593518916
Kartoniert, 287 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Die Corona-Pandemie hat das Leben aller Menschen in Deutschland fundamental betroffen. Fünf Jahre nach ihrem Ausbruch im März 2020 ziehen die Beiträge dieses Bandes Bilanz darüber, welche Spuren die Pandemie in der Gesellschaft hinterlassen hat. Von der verstärkten Nutzung des Homeoffice über die Herausforderungen für Selbstständige bis hin zu den Veränderungen in der Mitbestimmung: Die Beiträge zeigen, wie sich Arbeitsformen und soziale Ungleichheiten entwickelt haben und welche Lehren daraus gezogen werden können. Themen wie die Krise in der beruflichen Ausbildung, geschlechtsspezifische Arbeitszeitmuster während der Pandemie sowie soziale Ungleichheit und Armut stehen ebenfalls im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Pandemiemaßnahmen: Sorgen und Belastungen führten bei einigen Bürger:innen zu einer politischen Entfremdung und einer nachhaltigen Stärkung antidemokratischer Kräfte. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2025

Angenehm unaufgeregt, nämlich streng empirisch nähern sich dieser von Bettina Kohlrausch et al herausgegebene Band laut Rezensent Paul Gross den sozialen Veränderungen, die die Corona-Jahre 2020 bis 2023 in Deutschland mit sich gebracht hatten. Die einzelnen Aufsätze basieren auf einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die zwischen 2020 und 2023 über 6000 Menschen zu diversen sozialen Themen befragte, erfahren wir. Einige Hypothesen zu sozialen Auswirkungen von Corona werden hier widerlegt, erklärt Gross, so führte die Pandemie keineswegs zu weniger Geschlechtergerechtigkeit. Durchaus beobachtbar ist jedoch eine zunehmende Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft, außerdem zeigt sich, dass Selbstständige überdurchschnittlich unter Corona litten. Was den Aufstieg der AfD in den Coronajahren angeht, legen die Autoren des Bandes laut Gross Wert darauf, dass nicht klar zu entscheiden ist, wie hoch der Einfluss von Corona war, schließlich gibt es andere Faktoren wie den russischen Angriffskrieg. Insgesamt scheint man, könnte man die Besprechung zusammenfassen, einiges über die jüngere Vergangenheit lernen zu können aus diesem Buch.

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