Ohne Arbeit sind materielle Sicherheit, sinnvolle Lebensgestaltung und gesellschaftliche Anerkennung nur schwer zu erlangen. Doch Massenarbeitslosigkeit und eine sich verändernde Erwerbsarbeit stellen diese zentralen Funktionen der Arbeit in Frage. Die Autoren beleuchten den Stellenwert der Arbeit in der Geschichte, diskutieren die gegenwärtige Beschäftigungskrise und zeigen Perspektiven für den Umgang mit der gewandelten Erwerbsarbeit in der Zukunft auf. Der Band entstand im Zusammenhang mit dem am Wissenschaftskolleg zu Berlin betriebenen Projekt AGORA - Arbeit, Wissen, Bindung.
Die Erwerbsarbeit als sinnstiftendes Moment unseres Lebens: das ist nicht überall so, das war nicht immer so, aber es wird vermutlich noch lange so bleiben - schon auch deshalb, weil die ein solches Thema untersuchenden Wissenschaftler sich kaum eine andere Art der Arbeit vorstellen können. So lautet das amüsierte Resümee von Annette Jensen, die sich einen Sammelband mit mehr als 20 Kongressbeiträgen zum Thema "Geschichte und Zukunft der Arbeit" zu Gemüte geführt hat. Die Gegenwart wurde im Titel bewusst ausgespart, meint die Rezensentin, Rück- und Vorausschau gäben mehr Aufschluss über die heutige Arbeitsgesellschaft als spezielle Analysen derselben. Wobei Jensen zugibt, dass die Vorausschau recht nebulös ausfällt, auch wenn verschiedene Konzepte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. Umstrukturierung der Arbeits- in eine Freizeitgesellschaft - Stichworte: Niedriglöhne, Frühpensionierung, Bürgerarbeit - im Buch diskutiert werden. Dankenswerterweise informiert der Band laut Jensen nicht nur über Arbeitskonzepte im westlichen Kulturkreis früher und heute, sondern auch über Japan und Afrika. Im traditionellen Madagaskar etwa, so Jensen, gab es nicht einmal ein Extra-Wort für Arbeit.
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