Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2000
Friedmar Apel zollt dem australischen Autor Respekt, kann aber nicht verhehlen, dass er sich gelangweilt hat und hat auch sonst einiges einzuwenden. Die Schilderung einer Midlife-Krise, in der der Protagonist sich aus alten, auch hierzulande wohlbekannten Klischees zu befreien trachtet, weise eine "komplexe Konstruktion" auf und der Autor versuche, in der "zerfahrenen Präsentation" der Geschichte das Innenleben des Mitvierzigers zu spiegeln. Neben einem Wust von Tagebucheintragungen, Familiengeschichten, gesellschaftlichen und politischen Begebenheiten, findet der Rezensent auch verstreute Zitate aus der gehobenen Weltliteratur, wobei er es bedauert, dass im Unklaren bleibt, "wem sie einfallen", dem Protagonisten oder seinem Autor. Trotz aller Ironisierungsbemühungen Moorhouses ist dabei lediglich eine "intellektuelle Version von `Crocodile Dundee`" herausgekommen, meint der Rezensent enttäuscht. Er vermutet, dass die Umständlichkeit des Romans nicht nur dem Original sondern zum Teil auch der deutschen Übersetzung geschuldet ist.
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