Das Buch baut auf einem langfristig angelegten Forschungsprojekt der World Labor Research Group auf. Beverly Silver untersucht die Entwicklung und räumliche Verlagerung von "Arbeiterunruhen" und Arbeiterkämpfen im Kontext der beiden großen kapitalistischen Produktzyklen der Textil- und der Automobilindustrie. Oftmals unsichtbare Verbindungen, ökonomische und (welt-)politische Zusammenhänge zwischen einzelnen Kampfzyklen in verschiedenen Regionen werden greifbar gemacht. Silver zeichnet die ungleichzeitigen Konjunkturen, Ausweitungen und Schwächungen der Kämpfe um und gegen die Arbeit im Kapitalismus weltweit nach. Damit ein materiell fundiertes Bild einer "Weltarbeiterklasse" sichtbar, die sich nicht auf die Geschichte der organisierten Arbeiterbewegungen reduzieren lässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2005
Gewohnt theoretisch unterfüttert befasst sich Dietmar Dath mit Beverly Silvers Analyse der Arbeiterbewegung "Forces of Labor", die er all jenen empfiehlt, die das "pragmatische Gewurstel und kurzsichtige Ventilieren" unserer Gesellschaftswissenschaftler oder Stadträte für "eine Beleidigung des menschlichen Geistes" halten. Zwei Punkte haben ihn an dieser historischen Untersuchung vor allem überzeugt. Zum einen ist dies Silvers pragmatisches, nicht normativ-ideologisches Fortschrittsmodell, wonach die Welt umso besser eingerichtet ist, je weniger die Menschen dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was sie nicht wollen. Interessant findet er auch ihre "realistisch düstere" Diagnose, laut der die Arbeiterbewegung "seit ihrer Entstehung Mitte des vorletzten Jahrhunderts nicht mehr so schwer darniederlag wie gerade jetzt". Dabei schreibt die Autorin aber "kein Manifest, lobt Dath, sondern eine von klaren politischen Vorstellungen und nachvollziehbaren Begriffsverkettungen angeleitete verständliche Untersuchung wirkmächtiger sozialer Phänomene der Gegenwart".
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