43. Minuten Laufzeit. "Herr Billy Wilder war in unserem Hause vom 15. Oktober 1926 bis heute als Gesellschaftstänzer tätig." Weltberühmt wurde er in Hollywood als Regisseur mit Filmen wie "Manche mögens heiß" und "Sunset Boulevard". Als Journalist noch, in Berlin, tanzte er für Reportagen. Hier führt Ulrich Tukur die Hörer über das Parkett. Musik: Matthias Raue (Geige), Martin Wagner (Akkordeon) u. Ulrich Tukur (Klavier).
Rolf Michaelis` Rezension ist keine Rezension, sondern eine Hymne, vor allem - aber nicht nur - an Ulrich Tukur. Eine Stunde "zeitlos himmlischen Vergnügens", schwärmt er, der Text, Musik (von Robert Gilbert) und Interpretation dem Leser gar nicht genug empfehlen kann. Gilbert habe Melodien erfunden, die gleichermaßen "in Salon und Küche, Kneipe und Theater geträllert werden" könnten. Dass dieses jedoch wirklich zur Geltung kommen könne, sei vor allem Tukurs ungemein vielseitigen Ausdrucksfähigkeiten zu verdanken: Denn Tukur singt nicht nur, er luchst vielmehr seiner Stimme etliches an Geräuschen und Akzenten ab, er spielt Klavier und dennoch glüht seine Interpretation nicht nur vor "erotischem Zauber", wie Michaelis betont, vielmehr bleiben auch Gefühle wie Angst deutlich spürbar. Dass sich Tukur als Interpret dabei nie eitel in den Vordergrund drängt, sondern auch Text und Musik ihren Raum gibt, findet Michaelis besonders lobenswert.
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