Der Erste Weltkrieg endete mit einer eindeutigen Niederlage der Mittelmächte, und im Herbst 1918 kapitulierte das Deutsche Reich in einer aussichtslosen Situation. Die Einsicht in die Gesamtlage war aber aus strukturellen und mentalen Gründen großen Teilen der deutschen Bevölkerung verschlossen. Schon vor der Kapitulation entstanden unterschiedliche Verschwörungstheorien, die nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages einen erheblichen weiteren Aufschwung nahmen. Wie gehen Gesellschaften mit einer Niederlage in einem industriellen totalen Krieg um? Boris Barth untersucht die Denkblockaden, Wahrnehmungsmuster und die Perzeptionen der Niederlage, die zusätzlich durch die deutschen Revolutions- und Bürgerkriegserfahrungen der unmittelbaren Nachkriegszeit deformiert wurden. Er analysiert, wie gesellschaftlich maßgebliche soziale Gruppen im Deutschen Reich die Niederlage verarbeiteten, welche Lehren, Schlussfolgerungen und politisch handlungsleitende Konsequenzen sie aus ihren Erkenntnissen zogen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…