Als Boris Kalnokys Großvater Hugo aus dem kleinen Dorf in Transsilvanien in die weite Welt hinaus wollte, kam er nicht weit: Auf halbem Weg verliebte er sich und führte seine Herzensdame kurzerhand ins Schloss zu Köröspatak zurück. Über 700 Jahre lebte das Adelsgeschlecht der Kalnokys dort am Fuße der Karpaten einem heiß umkämpften Landstrich in der Mitte Europas, der bis heute von einem Völkergemisch aus Ungarn, Deutschen und Rumänen bewohnt ist. Ebenso bewegt wie die Geschichte ihres Landes ist auch die Familiengeschichte der Kalnokys: Königsrichter und Rebellen, Hasardeure und Husaren, k.u.k.-Minister und Literaten sind aus ihr hervorgegangen. 1938 wurde die Familie dann von den Rumänen des Landes verwiesen und später enteignet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2011
Interessiert, aber dann doch nicht überzeugt hat Rezensent Stephan Speicher diese Familiengeschichte der Kalnokys. Boris Kalnoky, Korrespondent der Welt in Istanbul, zeichnet seine Familie aus Siebenbürgen ab dem 18. Jahrhundert als Sympathisanten des Habsburger Reichs, die bemerkenswert anti-nationalistisch gesinnt ist. Speicher meldet Zweifel an: Es fließt doch reichlich "Ungarnliebe" durch die Adern der Kalnokys. Und auch der Anspruch der Ungarn auf das mittlerweile rumänische Siebenbürgen werde nie thematisiert.
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