Eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern hat am Beispiel der boomenden Kapitalen Brazzaville und Kinshasa die verschiedenen Erscheinungsformen des öffentlichen Raumes untersucht. BRAzzaville-KINshasa, in dieser Studie als eine Metropole betrachtet, wird über alltägliche Phänomene wie "Architektonische Erscheinung des Diamantenhandels", "Die Präsenz der UNO", "Der Fluss Congo", "Straßenkinder", "Mobiltelefon-Werbung", "Konflikte um Landbesitz" und anderem systematisch dokumentiert. Diese visuellen Indikatoren der Stadtidentität werden als Inventar erfasst und in Stadtkarten festgehalten, die zusammen mit dem dokumentierenden Bildmaterial ein Durchkreuzen von BRAKIN erlauben.
Ganz fasziniert ist Katrin Bettina Müller von der fremden Welt, die der Band von sieben Fotografen und Architekten aus Belgien und Deutschland ihr eröffnet. Das Buch sprengt die Genres und fungiere gleichzeitig als Dokumentation eines Kunstprojekts, Stadtatlas und Reisebericht. Müller genießt die Begegnung mit Menschen, die sie sonst nur aus der Nachrichtenperspektive kennt. Privat bewachte Friedhöfe, "Digital Hotels", das Häuser-Konglomerat der Diamantenhändler und der UN-Missionen: das alles, ob nun in Bild oder Text dargestellt, erscheint ihr höchst interessant. "Verstörend" gerate schließlich Kristien van de Brandes Text, in dem sie sich in einen afrikanischen Jungen hineindenkt, der sie beobachtet.
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