Herausgegeben von Klaus Neitmann, Heinz-Dieter Heimann, Winfried Schich und anderen. Klöster, Stifte und Kommenden prägten als christliche Lebensräume die brandenburgische Kulturlandschaft des Mittelalters. Ihre Zeugnisse im städtischen und ländlichen Gebiet machen sie für die Gegenwart zu besonderen Erinnerungsorten. Mit dem Brandenburgischen Klosterbuch liegt dazu erstmals ein verlässliches Werk hoher fachlicher Qualität mit zahlreichen Karten und Abbildungen vor, das umfassend Auskunft gibt über Bedeutung und Selbstverständnis der mehr als 100 ehemaligen geistlichen Gemeinschaften in den historischen Landschaften der Mark Brandenburg und der heutigen Länder Brandenburg und Berlin. Die alphabetisch und systematisch gegliederten Beiträge sowie übergreifende Aufsätze beschreiben die brandenburgische Klosterlandschaft, sie zeigen in mannigfaltigen europäischen Bezügen deren Gesicht. Das Brandenburgische Klosterbuch ist ein Handbuch für ein breites Lesepublikum und die Fachwissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2007
Einen Markstein der Kirchenhistoriografie nennt Andreas Kilb das Brandenburgische Klosterbuch der Herren Heimannn, Neitmann und Schich. Und so schwer ist es auch. Kilb stemmt das allerdings lässig und geht gleich mitten hinein in die kirchlich-feudale Infrastruktur, die in Brandenburg so feudal gar nicht war, wie wir lernen. Den Wälzer empfiehlt Kilb nicht nur seiner Unerschöpflichkeit wegen. Die gebotene (auch sprachliche) Übersichtlichkeit bis in den Kartenteil hinein denkt er sich als Glücksfall für "wissenschaftlichen, touristischen, denkmalpflegerischen und heimatkundlichen" Bedarf.
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