Aus dem Englischen von Conny Loesch. 1953 entschlüsseln zwei junge Wissenschaftler das Geheimnis des Lebens: James Watson und sein Kollege Francis Crick erklären mit ihrem Modell der Doppelhelix Aufbau und Funktion der DNA-Moleküle. Die beiden erhalten 1962 den Nobelpreis und gehen in die Geschichte ein. Kaum jemand weiß, dass eine ehrgeizige Kollegin entscheidenden Anteil an der wichtigsten Entdeckung der Biowissenschaften hatte: Rosalind Franklin. Die preisgekrönte Biografin Brenda Maddox zeichnet das faszinierende Porträt einer außergewöhnlichen Frau.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
"Eine bewegende Biografie" sei Brenda Maddox hier gelungen, und ein "nobles Buch" zudem, lobt Hans-Jörg Rheinberger, das, weil "frei von wohlfeilen feministischen Untertönen", nur "umso eindrücklicher" zeige, wie Franklin "in doppelter Außenseiterschaft - sowohl ihrer Familie wie ihren männlichen Kollegen gegenüber" - zum, wie der Rezensent Maddox zitiert, "Symbol des Schattendasein von Frauen im Pantheon der Wissenschaft" geworden ist. "Eindringlich" erinnere das Buch daran, dass vor allem die Karrieren der beiden Nobelpreisträger James Watson und Francis Crick, die von Franklins Arbeiten profitiert hatten, ohne diese, wie es wiederum im Buch heißt, "möglicherweise sehr viel bescheidener verlaufen wären". Watson und Crick sind Franklin mit der Entdeckung der DNA-Struktur letztlich offenbar nur zuvorgekommen, weil Franklin diese Struktur tragischerweise, wie es, noch einmal, bei Maddox heißt, "direkt aus den Werten und nicht durch Herumraten" habe ermitteln wollen.
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