Aus dem Französischen von Anne Braun. "Das Leben entzwei" erzählt das Unvorstellbare. Es ist die Geschichte einer Frau, Anfang vierzig, die ihren Lebensgefährten bei einem Motorradunfall verliert. Sie erzählt diese eine Woche von dem Moment, da sie im Krankenhaus von seinem plötzlichen Tod erfährt, bis zum Ende der Trauerfeier. Eine Woche der Fassungslosigkeit, der Trauer, des Schmerzes, Augenblicke, die nicht in Worte zu fassen sind. Es ist eine Geschichte eines Verlustes, und damit auch die Geschichte einer weiblichen Identität mit all ihren Fragen und Gedanken über Liebe, Glück, Beziehungen. "Das Leben entzwei" ist eine wahre Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2003
Absolut "kalt" lässt die Rezensentin Maike Albath dieser Erfahrungsbericht von Brigitte Giraud über das Leben nach dem Tod ihres geliebten Mannes. Die Rezensentin kann die "exhibitionistischen Neigungen der Autorin" nicht nachvollziehen und wird von "diffusem Unbehagen" heimgesucht. Man könne ein solch traumatisches Ereignis in "Protokollform" ja nicht einfach "verreißen", da es "sich der Bewertung entziehe". Die Sprache der Autorin sei aber "schlicht" und "schmucklos", "die Verzweiflung sei nicht spürbar", "die Beteuerung tiefer Gefühle wirke wie eine Pathosformel ohne Inhalt", bemerkt die Rezensentin.
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