Aus dem Französischen von Jürgen Schröder. Cédric Villani ist ein begabter Mathematiker. Seine Kollegen denken, dass er ein Kandidat für die begehrte Fields-Medaille ist, die als Nobelpreis für Mathematiker gilt. Er selbst wagt es kaum zu hoffen: Sie wird nur alle vier Jahre vergeben, und man muss unter 40 sein er hat also nur eine Chance. Unmöglich! Unmöglich? Fieberhaft macht er sich an die Arbeit. Jetzt erzählt er seine Geschichte, und ihm gelingt das Unglaubliche: Wir werden direkte Zeugen der Denkprozesse eines Mathematikers, und das, ohne die dazugehörigen Formeln verstehen zu müssen. Spannend geschrieben wie ein Roman, macht uns sein Bericht zu atemlosen, gebannten Beobachtern menschlicher Kreativität und vermittelt gleichzeitig, wie heute Wissenschaft betrieben wird. Ein Buch, so einzigartig wie sein Autor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2013
Sibylle Anderl ist nicht enttäuscht darüber, nach dieser Lektüre noch immer nicht begriffen zu haben, was es mit dem Theorem zur nichtlinearen Landau-Dämpfung auf sich hat, dessen Entwicklung der Autor in seinem autobiografischen Buch unter anderem dokumentiert. Dafür lernt sie eine Menge über den Forschungsalltag eines Superbrains, über Eitelkeiten, Rivalitäten, Erfolgsdruck in der Mathematik. Mit seinen Tagebucheinträgen, Gesprächsaufzeichnungen, E-Mails erinnert das Buch die Rezensentin an eine ethnografische Studie. Dementsprechend bietet es ihr Spannung und Einblick in das Leben und das Werk des Mathematikers Cedric Villani.
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