Brigitte Roßbeck

Marianne von Werefkin

Die Russin aus dem Kreis des Blauen Reiters
Cover: Marianne von Werefkin
Siedler Verlag, München 2010
ISBN 9783886809134
Gebunden, 335 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

In deutscher Sprache. Mit Abbildungen im Text und 17 Farbtafeln. Dass sich die bildende Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fundamental wandelte, ist bekannt. Doch nur wenige kennen Marianne von Werefkin (1860 1938) - Malerin und Saloniere, Mitstreiterin und Vordenkerin des Blauen Reiters. Endlich gibt es eine spannend erzählte Biografie "für alle die sich für die Kunst des Expressionismus und dessen Protagonisten interessieren. Marianne von Werefkins Credo bestimmte ihr Werk. Sie war eine der Schlüsselfiguren der Avantgarde des Expressionismus. Als Schülerin des berühmten Ilja Repin feierte die Malerin frühe Erfolge, bevor sie Alexej Jawlensky kennenlernte, den sie protegierte, liebte und hasste. Mit ihm ging die reiche Russin nach München, wo in ihrem Salon Blauer-Reiter-Geschichte geschrieben wurde. Im regen Austausch mit Kandinsky, Marc und Münter war Werefkin deren Mitstreiterin und Vordenkerin. Basierend auf umfangreicher Forschung sowie einer Fülle bislang unbekannter Quellen erzählt Brigitte Roßbeck in dieser ersten umfassenden Biografie das Leben einer kämpferischen, leidenschaftlichen und geistreichen Frau, die viel wagte und sich dabei immer treu blieb.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.05.2010

Mit ihrer Biografie der russischen Malerin Marianne von Werefkin verhilft Brigitte Rossbeck dieser "legendären Unbekannten", die für ihre Beteiligung an der europäischen Avantgarde kaum gewürdigt wird, zur gebührenden Anerkennung, stellt Rezensent Gottfried Knapp sehr zufrieden fest. Ein Grund dafür, dass Werefkin heute kaum als Avantgardemalerin der Moderne in Erinnerung ist, liegt laut Rezensent darin, dass sie im Lauf ihres Lebens in St. Petersburg, München und nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwangsweise in der Schweiz an mehreren Avantgardebewegungen Anteil hatte. Die Autorin addiert durch ihre Lebensbeschreibung zahlreiche informative und auch "emotionale Momente" zur Kulturgeschichte, freut sich der Rezensent, der die "Souveränität", die Werefkin bereits unter den Fittichen des russischen Realisten Ilja Repin an den Tag legte, bestaunt. Knapp hebt unter dem Eindruck der Lektüre auch noch einmal hervor, dass Werefkin trotz wiederkehrender Schaffenspausen in ihrer Kunst wie auch in ihren kunsttheoretischen Schriften des öfteren als Vorreiterin neuer Ausdrucksformen auftrat.

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