Aus dem Amerikanischen von Peter Torberg. Okanogan County, Anfang der 1930er Jahre. Eigentlich hat sich Sheriff Russel Strawl zur Ruhe gesetzt. Er ist müde geworden, seine Hände zittern beim Schießen. Doch dann kommt es im Indianerreservat zu einer Reihe grausamer Ritualmorde, und Strawl soll ermitteln. Ein letztes Mal noch steigt er in den Sattel und begibt sich in einen Abgrund der Gewalt. Dort holt ihn auch seine eigene Vergangenheit ein. Denn vor langer Zeit hat Strawl schwere Schuld auf sich geladen, die nie gesühnt wurde. So wird aus dem Jäger nach und nach ein Gejagter, und als er in Verdacht gerät, die Morde selbst begangen zu haben, nimmt er das Gesetz in die eigene Hand. Am Ende einer Blutspur, die Strawl bis an den Rand der Zivilisation führt, wartet der wahre Täter auf ihn
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2014
Peter Körte berichtet in Bildern von seiner Lektüre eines Romandebüts, das ihn fasziniert hat. Wie der immerhin 55-jährige Debütant in diesem Buch gekonnt die Klippen der Überinszenierung, einer Neuauflage des Italo-Westerns und der Blutorgien Tarantinos umschifft, um seine archaische Story über einen Bullen außer Dienst auf Serienkiller-Suche zu erzählen, findet Körte beeindruckend. Ebenso das Setting der Handlung, 1930 im Staate Washington, die Gewalt, die Wucht und der Rhythmus des Erzählens, das nicht gerade verläuft, sondern querfeldein, wie der Rezensent erklärt.
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