Aus dem Amerikanischen von Zoe Beck, Camilla Grudova entführt uns in ein schaurig-magisches und grotesk-humorvolles Universum, bevölkert von Puppen, Nähmaschinen, Konservenbüchsen und Spiegeln, bestimmt von absurden Ideologien und eigenartigen Regeln .Aus der Ferne grüßen Margaret Atwood, Angela Carter, Edgar Allan Poe und eine Vielzahl literarischer und künstlerischer Traditionen, aber Grudovas mal schöne, mal verstörende und oft unheimliche Geschichten sprengen alle Genregrenzen. Ihre wache Intelligenz und ihr scharfsinniger Witz finden immer neue, überraschende und originelle Wege, gesellschaftliche Zwänge und Pflichten in moderne dystopische Fabeln zu verpacken."
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.02.2021
Rezensentin Angela Schader lobt die absurden Geschichten der kanadischen Jungautorin Camilla Grudova, in der sich Frauen in Nähmaschinen oder in Werwölfinnen verwandeln. Auch wenn das Debütwerk formal eher konventionell sei, so ist Schader doch höchst beeindruckt davon, wie die Autorin über einen "Abgrund der Schäbigkeit" tanze, und bewundert Grudovas besonderen Sinn für Objektbeschreibungen, mit dem sie nahezu greifbare Räume schaffe. Wie Grudova außerdem klar weibliche Perspektiven einnehme, ohne jedoch plakative Geschlechterbilder zu zeichnen, findet Schader zusätzlich bemerkenswert.
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