Carrie Rickey

Agnes Varda

Filmemacherin, Künstlerin, Feministin. Eine Biografie
Cover: Agnes Varda
Henschel Verlag, Leipzig 2025
ISBN 9783894878559
Gebunden, 312 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bert Rebhandl. Die Filmemacherin Agnès Varda wird gerne als "Grande Dame" des französischen Kinos bezeichnet. Als Wegbereiterin der Nouvelle Vague und des Independent-Films sprengte sie Konventionen, inspirierte Generationen von Filmemachern und ebnete den Frauen in der Filmbranche den Weg.  Als sie 2019 im Alter von 90 Jahren starb, hinterließ sie zwei Kinder, fünf Enkelkinder, drei Katzen, 44 Filme, 20.400 Fotonegative sowie zahlreiche Kunstwerke in Museen auf der ganzen Welt. Ihr Vermächtnis ist ein Gesamtkunstwerk. Für ihr Lebenswerk wurde sie mit der Palme d'Honneur, dem Europäischen Filmpreis und dem Ehrenoscar ausgezeichnet. Carrie Rickey lässt uns tief in Vardas Leben eintauchen. Sie nimmt uns mit in Vardas Kindheit im französischen Sète, entführt uns in das Paris der 50er und 60er Jahre und beschreibt, wie Varda mit knappem Budget und einfacher Kamera ihre ersten Filme drehte. Vardas Begegnungen und Freundschaften mit Brassaï, Alain Resnais und Jane Birkin werden ebenso lebendig wie ihre jahrzehntelange Ehe mit Jacques Demy. Und Rickey zeigt ihren Einfluss auf Zeitgenossen wie Greta Gerwig oder Martin Scorsese auf. Diese Biografie erzählt die Lebensgeschichte einer beeindruckenden Frau und ist zugleich eine Hommage an eine der bedeutendsten Filmemacherinnen aller Zeiten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025

Agnès Varda war eine Künstlerin mit vielen Facetten und Carrie Rickey bringt sie alle unter in dieser Biografie, freut sich Rezensentin Maria Wiesner. Rickey schreibt chronologisch entlang des Lebens Vardas, so Wiesner, wir erfahren etwas über den Küstenort Sète, in dem die gebürtige Belgierin in der Jugend einige Jahre verbrachte und der 1955 in ihrem ersten Film "La Pointe Courte" wieder auftaucht. Entlang der Darstellung Rickeys geht Wiesner auf die wichtige Rolle ein, die Varda bei der Entstehung der französischen Nouvelle Vague einnahm, tatsächlich nahm bereits "La Pointe Courte" viel vorweg, wofür Godard und Co später gefeiert wurden. Wiesner erwähnt noch einige andere von Rickey beschriebene Episoden in Vardas ereignisreichem Leben und Werk, das nicht nur Kinofilme, sondern auch Fotografien und Kunstinstallationen umfasst. Auch private Details werden laut Rezensentin hier und da erwähnt, unschicklich wirkt das jedoch nie. Vielmehr, so das Fazit, ist Rickey ein starkes Porträt einer außergewöhnlich kreativen Frau gelungen.

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