Charles Sanders Peirce

Das Denken und die Logik des Universums

Die Vorlesungen der Cambridge Conferences von 1898
Cover: Das Denken und die Logik des Universums
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783518583258
Gebunden, 416 Seiten, 44,00 EUR

Klappentext

Im Jahre 1898 hielt Charles Sanders Peirce auf Vermittlung von William James acht Vorlesungen, die sich an ein allgemeines Publikum richten und die klarste Darstellung des großen Bogens seiner Philosophie sind. Ausgehend von der Frage nach dem Wesen der Philosophie und ihrer Rolle im Leben, macht sich Peirce auf die Suche nach den mathematischen und semiotischen Grundlagen eines Verständnisses von Logik, Metaphysik und Naturwissenschaft, das ein dynamisches Bild der Welt und Wirklichkeit eröffnet. Die Grundbeziehungen der Logik werden in diesen Vorlesungen in einen Zusammenhang mit der Kategorienlehre und den Grundformen relationenlogischen Denkens gestellt und die drei wesentlichen wissenschaftslogischen Formen des Schließens (Abduktion, Induktion und Deduktion) erläutert. Über Betrachtungen zur Topologie von Formen, zur Ethik der Terminologie und zur Klassifikation der Beziehung aller Wissenschaften öffnet sich der Blick auf die "Logik des Universums". Sie hat die Gestalt einer offenen, evolutionären Kosmologie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.10.2002

Im Jahr 1898 hat Charles S. Peirce die Vorträge gehalten, die nun in diesem Buch erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen. Er war zu diesem Zeitpunkt ein gescheiterter Mann: aus der Universitätskarriere war nichts geworden, er lebte vereinsamt und verarmt auf dem Land und nur auf Betreiben seines philosophischen Kollegen und Schülers William James erschloss sich ihm mit dieser privat gehaltenen Vorlesung für kurze Zeit eine Einnahmequelle. Umso grandioser der philosophische Entwurf: es geht um nichts geringeres als die "mathematische Grundlegung einer Metaphysik der Welt", wie der ergriffene Rezensent Manfred Geier erklärt. Einen Bezug zur Wirklichkeit des alltäglichen Lebens sollte sie freilich, so Peirce selbst, nicht haben. Vielleicht aber, vermutet Geier, war es eher umgekehrt: aus der Mühsal seiner gescheiterten Existenz machte er sich davon in die "reine Mathematik".
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