Dirk Braunstein (Hg.)

Die Frankfurter Seminare Theodor W. Adornos

Band 4: Sommersemester 1964 - Sommersemester 1969
Cover: Die Frankfurter Seminare Theodor W. Adornos
Walter de Gruyter Verlag, München 2021
ISBN 9783110722840
Gebunden, 611 Seiten, 199,95 EUR

Klappentext

Vom Wintersemester 1949/50 bis zum Sommersemester 1969 hielt Adorno Seminare und Übungen in Philosophie und Soziologie an der Frankfurter Universität bzw. im Institut für Sozialforschung ab, und von jeder Sitzung hatte ein Student bzw. eine Studentin ein Protokoll zu verfassen. Band 4 bietet die erhaltenen Protokolle vom Sommersemester 1964 bis zum Sommersemester 1969.
Zum Inhalt: Sommersemester 1964: Kant, "Kritik der praktischen Vernunft". Sommersemester 1964: Zum Problem von Individuum und Gesellschaft. Wintersemester 1964/65: Hegels "Logik". Sommersemester 1965: Kants Ideenlehre. Wintersemester 1965/66: Negation bei Hegel. Wintersemester 1965/66: Zum Begriff der Gesellschaft. Sommersemester 1967: Negative Dialektik [I]. Sommersemester 1967: Soziologische Zentralbegriffe. Wintersemester 1967/68: Negative Dialektik II. Wintersemester 1967/68: Probleme der autoritätsgebundenen Persönlichkeit. Sommersemester 1968: Hegel, "Ästhetik". Sommersemester 1968: Übungen zur Vorlesung "Einleitung in die Soziologie". Sommersemester 1969: Subjekt-Objekt-Dialektik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2021

Rezensent Jörg Später ahnt die Faszination, die einst von der Frankfurter Schule ausging, mit diesen vier von Dirk Braunstein herausgegebenen Bänden mit studentischen Protokollen der Vorlesungen, die Adorno in den Jahren 1949-1969 in Frankfurt abhielt. Die Texte von Peter Gorsen oder Regina (Becker-)Schmidt haben laut Später eine ganz eigene, von Adorno unabhängige (sprachliche) Qualität und bieten dem Leser Einblicke in den Stoff der Seminare und die sich anschließenden Diskussionen. Später stößt auf echte Funde, wie ein Marx-Referat von Oskar Negt. Die philologisch orientierte Arbeit des Herausgebers findet Später hingegen nicht immer befriedigend. Manchmal wäre die historische Perspektive vielleicht ergiebiger gewesen, glaubt er, doch tut dies seinem Respekt vor der Leistung Braunsteins keinen Abbruch.
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