Aus dem Englischen von Eva Bauche-Eppers. Sham lebt in einer Welt, in der das freie Land zwischen den Städten eine gefährliche Wildnis ist. Nur die Züge verkehren auf einem dynamischen und sich ständig verändernden Schienennetz zwischen den Siedlungen. Als Sham auf einem der Züge, dem Medes, anheuert, beginnt das Abenteuer seines Lebens. Denn die Medes-Crew hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wesen zu jagen, die die Natur zu einer tödlichen Gefahr machen: Nager und Kleintiere von monsterartiger Größe. Sham ahnt nicht, auf was er sich einlässt …
Wieland Freund steht dem "New Weird" in der Fantastik aufgeschlossen gegenüber. Froh darüber, dass Tolkien in China Miéville einen gegenwartstauglichen, urbaneren, komplexeren, politischeren, kritischeren und bunteren Nachfolger gefunden hat, fürchtet er nicht mal den großen Moldywarp. Der lauert zusammen mit Mullen und Blutkaninchen in Miévilles Postapokalypse, kann aber letztlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tolkien noch immer mitspielt. In diesem Text laut Freund in Form einer gelegentlich altertümelnden Sprache. Wobei der Rezensent nicht entscheiden kann, ob das noch Reverenz ist oder schon Ironie.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…