Christian Berkel

Ada

Roman
Cover: Ada
Ullstein Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783550200465
Gebunden, 400 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung - und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. - In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater - aber dann kommt alles anders.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.12.2020

Rezensent Michael Gotthelf hält den Schauspieler Christian Berkel für einen guten Erzähler. Berkels zweiter Roman knüpft laut Rezensent an Berkels Erstling, die Geschichte seiner jüdischen Mutter, an und erzählt aus Perspektive der Schwester von der Suche nach Wahrheit in der Familiengeschichte und nach der eigenen Identität zwischen Argentinien und Berlin. Die sich von 1950 bis in die 1990er Jahre erstreckende Handlung scheint Gotthelf überzeugend durch einen weiten Spannungsbogen und die gekonnt umgesetzte Perspektivik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2020

Rezensent Gerhard Matzig lässt sich mitreißen von Christian Berkels Roman, Fortsetzung des Bestsellers "Der Apfelbaum" und zweiter Teil einer geplanten Trilogie. Wieder an der Grenze zwischen Welt- und Familiengeschichte, diesmal aber nicht rein autobiografisch, sondern mit einer fiktiven Protagonistin, so Matzig, erzählt der Schauspieler hier vom Leben der jungen Ada, Tochter einer Jüdin und eines Militärarztes, nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Darstellungen der "Hölle" von Kindheit, die Ada nach der Flucht ihrer Mutter aus dem Konzentrationslager in Argentinien erlebt, sowie des grauen, strengen Nachkriegsdeutschlands, in dem Ada danach aufwächst, packen den Rezensenten. Ein Buch über die Ambivalenz des Daseins, mit dem der Autor dem Rezensenten nicht nur sein handwerkliches, sondern auch sein erfinderisches Talent beweist. Die wenigen stilistischen "Petitessen" fallen für Matzig da nicht ins Gewicht.

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