Der Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung Christian Felber widmet sich möglichen Alternativen zu TTIP, WTO & Co, deren Zustandekommen immer unwahrscheinlicher wird. Er plädiert konsequent dafür, der Ideologie von Freihandel, Standortwettbewerb und noch mehr Globalisierung endgültig abzuschwören. Weniger Hürden soll es für jene Staaten und Unternehmen geben, die einen Beitrag leisten, um die eigentlichen Ziele der Wirtschaft zu erreichen: nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, kulturelle Vielfalt oder sinnvolle Arbeitsplätze. Und Barrieren im Handel für jene, die Menschenrechte missachten, für Klimasünder und Ausbeuter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2017
Philipp Krohn erfährt bei Christian Felber, was sich mit gutem Grund gegen Protektionismus sowie gegen das Freihandelsabkommen TTIP einwenden lässt. Dass der Autor die ökonomische Freihandelslogik und ihre Fehler versteht und seine Position eines ethischen Welthandels überzeugend darzulegen weiß, macht die Lektüre für Krohn zum Gewinn. Das Buch ist für ihn eine spannende Ideensammlung für einen faireren Welthandel, auch wenn der Autor mitunter zu sehr nach dem Freund-Feind-Schema verfährt, wie Krohn feststellt.
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