Walter Eucken Institut / Friedrich Naumann Stiftung. Herausgegeben von Lüder Gerken und Otto Graf Lambsdorff. Die zunehmende Globalisierung führt zu gravierenden Konsequenzen für die einzelstaatliche Politik und gerade auch für die Ordnungspolitik ? Konsequenzen, die in ihren Ausmaßen erst allmählich in das Bewußtsein der Akteure rücken. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Buch der Frage, ob bzw. welche Ordnungspolitik angesichts der skizzierten Globalisierungsprozesse zum einen sinnvoll, zum anderen noch möglich ist. Der Band macht der interessierten Öffentlichkeit die überarbeiteten Diskussionsbeiträge einer Tagung zugänglich, auf der im November 2000 liberale Wirtschaftspolitiker und Ordnungsökonomen sowie weitere Fachleute und Journalisten die anstehenden Fragen in ihren jeweiligen Fachgebieten diskutierten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2002
Dieser Sammelband ist die schriftliche Fassung einer von der Friedrich-Naumann-Stiftung mitveranstalteten Tagung. Laut Rezensent Rolf Ackermann kein Wunder, dass sich jede Menge FDP-Prominenz, von Otto Graf Lambsdorff bis Wolfgang Gerhardt, findet. Wenig überraschend auch, dass man hier wenig für den Staat übrig hat und Eingriffe in den freien Markt für eine "Bildung von Kartellen" hält. Der Rezensent sympathisiert ganz offensichtlich mit der grundsätzlichen Position, findet jedoch manche der Thesen "unbefriedigend". Wenn Wolfgang Gerhardt sozialdarwinistisch vom Leder zieht, kann Ackermann gar die Globalisierungsgegner ganz gut verstehen. Eine eher vermittelnde Position hat er im Aufsatz von Wolfgang Kerber gefunden, der immerhin vor der Möglichkeit von "Markt- und Wettbewerbsversagen" warnt. Nötig sei vielmehr, und das unterschreibt der Rezensent gerne, eine "geeignete Wettbewerbsordnung".
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