Mit einem Schuss, der sich als Fehlzündung einer Vespa entpuppt, landet Laura geradewegs im Paradies. Denn der himmelblaue Roller gehört zwei zwielichtigen, aber sehr charmanten Typen, Guido und Walter. Die drei und die Vespa, die laut Guido fliegen kann, lassen sich durch den Tag treiben, baden im Meer, schlafen nachts inmitten einer Blumenwiese ... ein verdammt schönes Leben!
Als Laura feststellt, dass sie gerne beide Jungs küssen würde und ein brutaler Carabiniere Jagd auf sie macht, bleibt ihnen nur die Flucht aus dem Paradies. Kann die Vespa wirklich fliegen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.06.2016
Fritz Göttler ist angetan von diesem verspätet erscheinenden Buch von Christian Klippel, das der Autor schon 1985 zur Veröffentlichung vorgesehen hatte. Ein Buch voll irrwitziger Geschichten, meint Göttler, voll surrealer Momente, wenn der Autor die krummen Lebenswege dreier Jugendlicher erzählt, die ausgestiegen, geflohen oder abgehauen sind, um ein anderes, besseres Leben zu suchen. Die Glaubwürdigkeit der Stories ist für Göttler dabei nicht das Entscheidende. Aber exzessiv, pathetisch, schmerzreich und leidenschaftlich scheint dem Rezensenten, was Klippel erzählt, schonungslos und befreiend. Auch wenn Prostitution und Gewalt darin vorkommen.
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