Aus dem Italienischen von Barbara Neeb und Katharina Schmidt. Dario ist 16 und voller Wut. Einer, dem alles egal ist, vor allem, seitdem der Vater die Familie verlassen hat. Nachdem Dario in der Schule randaliert hat, wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Er soll sich um Andy kümmern, der im Rollstuhl sitzt und sich kaum mitteilen kann. Dario hat seine eigenen Vorstellungen von Fürsorge und nimmt Andy kurzerhand mit auf die Suche nach seinem Vater. Es wird eine abenteuerliche Reise, immer der Sonne nach ans Meer. Dario lernt Andys feine Signale zu lesen und diesen "Halbidioten im Rolli" mit anderen Augen zu sehen. Vor allem aber erkennt er, dass nicht die anderen für seine Wut verantwortlich sind. Er hat durchaus die Wahl, welchen Weg er gehen will.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2019
Rezensent Fridtjof Küchemann folgt Gabriele Climas Figuren gern auf ihrem Roadtrip gen Küste. Ein Junge, der dringend mal rausmuss aus dem Schultrott und seinen Vater sucht, und ein Jungen im Rollstuhl auf Spritztour also. Für Küchemann Gelegenheit für mehr als eine Geschichte. Wie Clima eine ungewöhliche Freundschaft sich entwickeln lässt, mit Einfühlung, Witz und Abenteuerlust, scheint dem Rezensenten lesenswert für Jugendliche.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2019
Rezensent Ralf Husemann würde Gabriele Climas Jugendroman vielleicht nicht unbedingt wie die Italiener einen Preis verleihen, steht ihm aber doch wohlwollend gegenüber. Die Geschichte eines schwierigen Jugendlichen namens Dario, der zur ehrenamtlichen Betreuung des Rollstuhlfahrers Andy verdonnert wird und kurz darauf einen Roadtrip mit ihm unternimmt, sei eine Art "Ziemlich beste Freunde" für's junge Publikum und werde auch so vermarktet, gibt Husemann zu bedenken. Trotzdem findet er den Roman für "kurzweilig wie temporeich" und erkennt ihm immerhin eine "einigermaßen realistische" Darstellung des problematischen gesellschaftlichen Umgangs mit Behinderten an.
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