Christian Kreiß

Gekaufte Wissenschaft

Wie uns manipulierte Hochschulforschung schadet und was wir dagegen tun können
Cover: Gekaufte Wissenschaft
Tredition, Hamburg 2020
ISBN 9783347132580
Kartoniert, 252 Seiten, 10,50 EUR

Klappentext

Wie frei ist unsere Wissenschaft? Seit Jahrzehnten nimmt die freie Forschung an unseren Universitäten und Fachhochschulen dramatisch ab. Nur mehr mit gut jedem zweiten Forschungseuro kann heute an deutschen Hochschulen frei und unabhängig geforscht werden, für die andere Hälfte gibt es genaue Vorgaben, worüber zu forschen ist und worüber nicht. Die Vorgaben kommen vor allem aus der Staatsbürokratie, die sehr eng mit Industrielobbyisten kooperiert, oder direkt aus der Industrie. Kurz: Ein immer größerer Teil unserer Hochschulforschung wird direkt oder indirekt durch Industrievorgaben gelenkt.Was ist daran problematisch? In Industriekonzernen geht es um Gewinnmaximierung, nicht um Wahrheitsfindung. Wenn Gewinn und Wahrheit in Konflikt kommen, dann zieht die Wahrheit normalerweise den Kürzeren, wie der Dieselskandal beeindruckend zeigt. Wollen wir, dass dieses Prinzip - Gewinn vor Wahrheit - immer stärker in unsere Hochschulen einzieht, wie es seit Jahrzehnten der Fall ist? Sollten wir diesen Trend nicht dringend stoppen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2020

Rezensent Thomas Thiel versucht die "naive Direktheit" des Autors Christian Kreiß als Vorzug zu sehen. Wenn Kreiß sich den allzu engen Verbindungen von Wirtschaft und Wissenschaft widmet, Einflüsse sichtbar macht, bekannte Betrugsfälle erörtet und den Staat als Aufpasser beruft über den Wissenschaftsbetrieb und die fragwürdige Drittmittelforschung, schießt er für Thiel zwar mitunter übers Ziel hinaus, weil er "zu scharf" kontrastiert, ja idealisiert, deutlich wird für den Leser aber, wie wichtig eine Wissenschaft im Dienste von Erkenntnis und Gemeinwohl ist, so Thiel.
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