Als er am Morgen nach der großen Schulparty verkatert zu sich kommt, hat Julius jede Menge Ärger am Hals: Der wertvolle Familienring, der ihm erst am Tag zuvor von seinem Vater feierlich überreicht wurde, ist verschwunden. Stattdessen steckt in seiner Jeansjacke ein dickes Bündel Geld, fast 4.000 Euro. Als Anhaltspunkt für das, was da passiert ist, hat er nichts als eine Handynummer - und die vage Erinnerung an Joe, eine ziemlich taffe Göre, mit der er gestern eine Weile geredet hat und die auf einen Schlag verschwunden war...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007
Ein "amüsant abgedrehter Krimi", der das zugrunde liegende Sujet von den Problemen des Erwachsenwerdens unauffällig miterzählt, das werden die jungen Leser bestimmt goutieren, ohne auch nur einen "Hauch von Kitsch" vorzufinden, notiert Elena Geus. Und das sei schließlich wichtig in der vierzehnjährigen Zielgruppe, die Christian Linker ansprechen will. Dass die um den Diebstahl einer erklecklichen Menge von Bargeld konstruierte Geschichte so eine lohnende Lektüre ist, liegt für die Rezensentin auch daran, dass sie jeweils aus den recht unterschiedlichen Perspektiven der in den Vorfall verwickelten Protagonisten Julius und Joe erzählt wird. Nur die auf jugendlich getrimmte Sprache stößt Geus manchmal etwas unangenehm auf.
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