Wir leben im Zeitalter des Gedichts. Die Poesie ist auf Erfolgskurs, schließlich sind einige der begabtesten Autoren einer ganzen Generation in der Lyrikszene zu finden. Warum das so ist und was die Lyrik der Gegenwart auszeichnet, erzählt Christian Metz in seinem Essay.
Angetrieben von den epochalen Veränderungen unserer Zeit forciert die Lyrik der Gegenwart ein poetisches Denken. Es ist ein Denken mit poetischen Mitteln, das der sinnlichen Erfahrung, der Leidenschaft und dem Spiel Raum gibt. In dieses poetische Denken führt Metz systematisch ein. Ausgehend von ihren Gemeinsamkeiten folgt Metz einigen der wichtigsten Autorinnen und Autoren der neuen Lyrik - wie Monika Rinck und Jan Wagner, Ann Cotten und Steffen Popp - in ihr poetisches Universum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2018
Rezensentin Marie Luise Knott bewundert Christian Metz für seine geduldigen, akribischen Textinterpretationen, keine Selbstverständlichkeit im Hochschulbetrieb, meint sie. Wenn Metz in diesem Band antritt, Gedichte von Monika Rinck, Jan Wagner, Ann Cotten und Steffen Pop zur Lage und Entwicklung der Dichtung in Deutschland zu befragen, lernt Knott etwas über den reflexiven Motor der lyrischen Produktion, den Einfluss der digitalen Vernetzung, des Klimawandels und des Anthropozän. Beim Lesen der Fallstudien, die laut Rezensentin auf spezifisch Sprachdenkerisches zielen, bekommt Knott Lust, die betreffenden Gedichte neu zu lesen.
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