Aus dem Französischen von Horst Günther. Jean Starobinski ist hierzulande mit seinen Büchern zur Ideengeschichte bekannt geworden. Genauso bedeutend jedoch ist sein Werk an Essays, das über viele Zeitschriften verstreut und nur schwer zu überblicken ist. Der 90. Geburtstag des großen Gelehrten ist ein willkommener Anlass, seine wichtigsten Aufsätze zur Poesie zu sammeln und zu übersetzen. Ob Essays zu grundsätzlichen Fragen der Poetologie oder Interpretationen bedeutender Autoren wie Rene Char.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2011
Hans-Heribert Räkel macht aus seiner Bewunderung für den inzwischen 91-jährigen Mediziner und Literaturwissenschaftler Jean Starobinski keinen Hehl und begrüßt deshalb auch die von Horst Günther in diesem Band zusammengetragenen und übersetzten Essays. Die doppelte Perspektive des Natur- und Geisteswissenschaftlers verleiht diesen Texten seinen besonderen Reiz, meint der Rezensent, der auch findet, dass Starobinski en passant immer zugleich Wissen und "tiefe Einsicht in die menschliche Existenz" vermittelt. Dass er dabei sehr methodisch arbeitet, sich aber nicht in die Methodenmanie des letzten Jahrhunderts verstricken lässt, imponiert Räkel besonders. Sehr lobende Worte findet er auch für die Übersetzung der Texte und die Einführung in Leben und Werk, die er als engagierten Zugang in die "Gedankenwelt" des Autors würdigt.
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