Das Deutsche Reich wurde auf den Schlachtfeldern Frankreichs geboren, im Spiegelsaal von Versailles schien sich Preußens Berufung in der deutschen Geschichte zu erfüllen. Doch die nationale Einheitsrhetorik der Publizisten verdeckte nur mühsam die Gräben zwischen Nord und Süd, zwischen Konservativen und Demokraten und vor allem auch zwischen Katholiken und Protestanten. Mit einem wissenssoziologisch fundierten Erfahrungsbegriff untersucht der Autor, wie Feldgeistliche den deutsch-französischen Krieg gedeutet haben. Die Kontrastierung von archivalischen und publizierten Quellen - von Briefen und Berichten über Feldpredigten bis zu Kriegserinnerungen - zeigt, wie selektiv einzelne, teilweise widersprüchliche Elemente der Kriegserfahrungen in verschiedenen Kommunikationsfeldern und zu unterschiedlichen Zeiten Gewicht erhielten.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…