Dinkel wendet Luhmanns soziologische Systemtheorie auf den evangelischen Gottesdienst an. Mit dem streng deskriptiven, empirischen Begriffsinstrumentarium der systemtheoretischen Betrachtungsweise rückt er Vertrautes in fremdes Licht, um gewohnte Perspektiven mit neuen Aspekten anzureichern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2001
Nach Henning Zebritzki hat der Autor hier mit seinem Versuch, die Luhmann'sche Systemtheorie auf das Verständnis vom evangelischen Gottesdienst anzuwenden, gründlich Schiffbruch erlitten. Seiner Ansicht nach ist diese Studie geradezu ein typisches Beispiel dafür, wie die Praktische Theologie immer wieder versucht, "zwanghaften Anschluss an nichttheologische Diskurse der Gegenwart" anzuknüpfen, nicht zuletzt, um "neue Legitimierungen" zu finden. Zebritzki fragt sich, ob dies überhaupt nötig ist, darüber hinaus hat er an Dinkels Vorgehensweise einiges auszusetzen. So trage der Autor sein "oft diskutables , oft schlichtes Verständnis des evangelischen Gottesdienstes einfach in das Raster der Luhmannschen Begrifflichkeit ein". An mancher Stelle erinnern die Ausführungen des Autors den Rezensenten an einen "Orientierungsstufenaufsatz", an anderer Stelle bemängelt er den "Absturz der Theorie ins Triviale und Taktlose". Kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss, deutet Zebritzki am Schluss an.
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