Die zunehmende Globalisierung führt zu einer wachsenden Autonomie der internationalen Finanzmärkte. Natürlich spielt das Geld innerhalb dieser Entwicklung eine maßgebliche Rolle. In der Soziologie blieb der monetäre Aspekt gesellschaftlicher Veränderungen bisher weitgehend unbeachtet. Hanno Pahl unternimmt den Versuch, eine Gesellschaftstheorie des Geldes zu entwerfen. Dazu verbindet er die Systemtheorie Niklas Luhmanns mit der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2009
Reichlich kryptisch findet Jan Grossarth Hanno Pahls Abhandlung über die Frage, wie die wirtschaftliche Eigenlogik die Gesellschaft dominiert. Hierfür vergleicht der Soziologe Pahl die theoretischen Ansätze Niklas Luhmanns und Karl Marx' und tritt der Annahme entgegen, Geld sei ein neutrales Tauschmittel. Stattdessen, so lässt uns der Rezensent wissen, argumentiert Pahl im Einklang mit Marx, die Gesellschaft sei dominiert vom Primat der Ökonomie. Neben "interessanten Ansätzen" verortet Grossarth in Pahls Buch auch "antibürgerliche und antikapitalistische Ressentiments" und bemängelt das Außenvorlassen naheliegender historischer Fragen. Der Rezensent bescheinigt dem Autoren aber vor allem "sprachliche Eitelkeit": für den Leser, der noch nicht auf Du und Du mit der Luhmann'schen Systemtheorie ist, sei die Abhandlung schier unlesbar. Grossarth stellt fest: "Der Soziologe verwirrt."
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…