Christoph Jahr

Blut und Eisen

Wie Preußen Deutschland erzwang
Cover: Blut und Eisen
C.H. Beck Verlag, München 2020
ISBN 9783406755422
Gebunden, 368 Seiten, 26,95 EUR

Klappentext

Was am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles inszeniert wurde, war die wohl folgenreichste machtpolitische Revolution des 19. Jahrhunderts: die Gründung des deutschen Kaiserreiches. Während jahrhundertelang eine lose verbundene Ansammlung von Staaten der Mitte Europas ihr Gesicht gegeben hatte, war nun ein Nationalstaat entstanden, der durch seine Lage, Größe und wirtschaftliche Stärke den Kontinent nachhaltig veränderte. Wie konnte damals gelingen, woran zuvor Generationen gescheitert waren? Christoph Jahr erzählt die dramatischen Ereignisse neu, durch die Preußen Deutschland erzwang, und zeigt, wie die Reichsgründung bis heute fortwirkt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2020

In einer Sammelbesprechung widmet sich Rezensent Gustav Seibt vier neuen Titeln zum Thema der Reichsgründung, insbesondere bestimmten Einzelaspekten und Motiven, da das meiste an dieser Geschichte von 1870/71 "auserzählt" sei: Christoph Nonns "12 Tage und ein halbes Jahrhundert", "Der Bruderkrieg" von Hermann Pölking und Linn Sackarnd, Erich Conzes "Schatten des Kaiserreichs" sowie Christoph Jahrs "Blut und Eisen". Letzteres nennt er "knackig-knapp". Er würdigt nicht nur die Darstellung des außenpolitischen Kontexts - die Weltmächte waren ihrerseits mit sich beschäftigt - sondern findet hier auch "gute Zitate", etwa von Marx und Engels, die sich mit der Bismarckschen Politik in ökonomischer Hinsicht beschäftigten.
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