Christoph Keese

Verantwortung jetzt

Wie wir uns und anderen helfen und nebenbei unser Land in Ordnung bringen
Cover: Verantwortung jetzt
C. Bertelsmann Verlag, München 2006
ISBN 9783570008928
Gebunden, 272 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Niedergang, Werteverlust, Orientierungslosigkeit, Zukunftsangst - die Zustandsszenarios in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts schwelgen in Molltönen. Doch der Ruf nach anderen Politikern, besseren Gesetzen, noch mehr staatlicher Fürsorge wird weder das Lebensgefühl noch die Lebensqualität verbessern - davon ist der Publizist Christoph Keese überzeugt. Jeder Einzelne hält den Schlüssel für Veränderung in der Hand. Das Zauberwort heißt Verantwortung. Wenn wir selbstbewusst wagen, wieder für uns und andere einzustehen, selbst bestimmen, wie wir leben und wie wir mit anderen die Gesellschaft gestalten wollen, werden wir Lösungen für unsere Probleme finden. Christoph Keese macht deutlich, welche höchst befriedigende, ja beglückende Erfahrung es ist, Verantwortung zu übernehmen, selbst entscheiden zu können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.06.2006

Für Oliver Müller hinterlässt dieses Buch von Christoph Keese, in der er mehr Verantwortung vom Einzelnen fordert, damit es in diesem Land wieder aufwärts geht, einen "faden Beigeschmack". Dass der Autor beispielsweise ausgerechnet vom Mitarbeiter eines Call-Centers mehr Einsatz und Verantwortungsbewusstsein für seine Kunden verlangt und ihn damit indirekt auffordert, die entfremdeten Arbeitsbedingungen kritiklos hinzunehmen, stößt den Rezensenten ab, insbesondere, wenn er dann auf der anderen Seite liest, Manager sollten bei ihren Gehaltserhöhungen nicht ganz so in die Vollen gehen, um die soziale Unzufriedenheit nicht anzuheizen. Bei Keese wird der moralische Appell mit reinem Unternehmenskalkül in Hinblick auf Effizienz und Umsatzsteigerung verknüpft, was einer Entwertung des Verantwortungsbegriffs gleichkommt, urteilt Müller brüskiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2006

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Mit diesem Goethe-Wort fasst Ernst Horst die Botschaft dieses Buches von Christoph Keese zusammen. Ob die Welt dieses Werk, das uns lehren möchte, "wie wir uns und anderen helfen und nebenbei unser Land in Ordnung bringen", wirklich braucht, darf nach Horsts Besprechung bezweifelt werden. Er sieht darin vor allem ein weiteres "Manifest aus der Abteilung 'Schluss mit lustig'". Nicht, dass er Keeses Plädoyer für mehr Verantwortung in Beruf, Familie und Freizeit von Grund auf falsch hielte. Im Gegenteil: den meisten Thesen kann er ohne Zweifel zustimmen. Aber es handelt sich ja auch um "Binsenweisheiten" und die sind "in der Regel nicht falsch". Problematisch findet Horst indes das monokausale Denken Keeses, wonach alle Probleme gelöst werde, wenn wir nur mehr Verantwortung übernehmen.
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