Deutschland muss einfacher werden - das ist die Forderung dieses Buches an die Politik. Ob in der Steuerpolitik, auf dem Arbeitsmarkt oder beim Finanzausgleich - überall machen wir es uns unnötig selber schwer. Im Wirrwarr immer neuer Reformvorschläge haben wir längst den Blick für das Wesentliche verloren. Dabei gibt es viel bessere Lösungen, die auch noch einfacher und unbürokratischer sind. Sie erfordern nicht mehr Geld, wohl aber mehr Mut bei den Politikern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2006
Henrike Rossbach wirkt nach der Lektüre von Ulrich von Suntums "Masterplan" geradezu erleichtert, dass ein Buch über Wirtschaftspolitik nicht trocken und langweilig sein muss. Sie ist vom unterhaltsamen und lockeren Stil des Autors, der viele Metaphern bemüht, um seine Forderungen nach Bürokratieabbau, Reform von Föderalismus oder Umbau des Gesundheitssystems zu unterstreichen, sehr angetan und findet darüberhinaus, dass die meisten von Suntums Thesen und Vorschlägen überzeugend sind. Bloß die These, einzig eine schwarz-rote Koalition sei in der Lage, die nötigen Reformen durchzusetzen, sieht die ansonsten sehr einverstandene Rezensenten bereits von der tatsächlichen Entwicklung überholt.
Keineswegs Ernst nehmen kann Frank Lübberding diesen "Masterplan" für Deutschland, mit dem Ulrich van Suntum das Land vor dem ökonomischen Absturz retten möchte. Zweifel am ökonomischen und politischen Sachverstand des Autors kann er angesichts der in diesem Buch offerierten Diagnosen und Diagnosen und Therapien nicht verbergen. Dass sich der Autor über die Experten ärgert, die sonntags bei "Christiansens" über die Rettung Deutschlands schwadronieren, erscheint Lübberding absurd, findet er doch in Suntums Masterplan exakt das wieder, was die Teilnehmer der Talkshow seit Jahr und Tag predigen. Da bleibt ihm nicht anderes übrig, als dem Autor ein hohes Maß an Realitätsblindheit zu bescheinigen.
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