Das Buch dokumentiert, welchen Schaden die rechten und linken Zukunftspessimsten heute bereits angerichtet haben, indem sie Fortschritte verhindern und Reformen blockieren. Zugleich ist ein flammender Appell, die notwendigen ökonomischen und ökologischen Reformen rasch anzugehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2002
Dirk Maxeiner und Michael Miersch, die, meint Gerd Habermann, bereits mit ihrem Buch "Öko-Optimismus" durchaus "positiv" in Erscheinung getreten seien, erteilen auch in ihrem neuen Band über neue und alte Tendenzen "individueller Freiheit" und "politischen und geistigen Zwangs" sämtlichen Umweltpessimisten und "säuerlichen Sittenrichtern" eine deutliche Absage. So vertreten die Autoren, referiert der Rezensent, die Ansicht, dass die "Wissenschaftsskepsis" und die "Technikfeindlichkeit" beispielsweise der "Antiglobalisierer" oder der "Öko-Landwirtschaft" dem Wunsch, das Leben besser zu gestalten, im Wege stünden. Empfehlen kann Habermann diesen Band auch, weil er "flott" und "spannend" geschrieben sei und zur "Entmythologisierung neuer Mythen" beitrage. Gefallen wird er, ist sich der Rezensent sicher, allen "Freunden spontaner Ordnungen", auch wenn hier und da zu viele Beispiele gegen "kulturkritische Düsterlinge" und "dreiste politische Umverteiler" angeführt würden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.09.2002
Das neue Werk der Publizisten Dirk Maxeiner und Michael Mierschner hat Ulrich Kühne in seiner Meinung, der Neoliberalismus sei heute mehr ein Lebensgefühl als eine elaborierte Überzeugung, noch bestärkt. Schließlich zeigen sich die Autoren nach Ansicht des Rezensenten so "berauscht vom Liberalismus", dass sie Atomkraftwerke anpreisen, Fast-Food und Präimplantationsdiagnostik als Errungenschaften der Menschheit feiern, und die Klimakatastrophe durch Treibhausgase als Hysterie von pseudowissenschaftlichen Zukunftsfeinden abtun. Kühne hebt hervor, dass davon "natürlich" nichts mit einer solchen empirischen Gründlichkeit und theoretischen Fundierung vorgetragen sei, dass es den Anspruch von Wissenschaftlichkeit stellen könnte, obwohl viele Wissenschaftler den Thesen Maxeiners und Mierschners im Endeffekt zustimmen würden. Demgegenüber gibt Kühne zu bedenken, dass die ärgsten Kritiker von Atomkraft, Gentechnik und Verwaltungsbürokratie selbst Wissenschaftler sind. Vernunft sei etwas Komplexes, das sich nicht mit einem rhetorischen Rundumschlag erledigen lasse. "Dies im Hinterkopf", schließt Kühne, "liefert das Buch unbeschwerte Erbauung."
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