Die nach 1990 mit großem Aufwand betriebene DDR-Vergangenheitsbewältigung hat die objektive Ost-West-Asymmetrie verstärkt und im Osten zu einer wachsenden Entfremdung zwischen öffentlicher Geschichtsdebatte und individueller Erinnerung und Erfahrung der Epoche geführt. Es muß daher diskutiert werden, inwieweit die getrennte Vergangeheit als gemeinsame, gegenseitig beeinflußte, von gleichen Herausforderungen geprägte Geschichte gesehen werden kann ? nicht zuletzt deshalb, weil ein faires und differenziertes Geschichtsbild Voraussetzung für die Verwirklichung der inneren Einheit unseres Landes ist.
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