Christoph Maria Fröhder

Ein Bild vom Krieg

Meine Tage in Bagdad
Cover: Ein Bild vom Krieg
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783455094190
Taschenbuch, 176 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

In Zusammenarbeit mit Peter Graf. Christoph Maria Fröhder berichtet in seinem Kriegs-Tagebuch vom Alltag eines Reporters im Krieg und vom Untergang einer Diktatur. Hautnah schildert er, was er in den vergangenen Wochen in Bagdad erlebte: die Bombardierung der Stadt, den Einmarsch der Amerikaner, das Chaos und die Plünderungen, den Angriff auf das Hotel Palestine, den Tod von Kollegen und nicht zuletzt auch die Reaktionen der Beteiligten, das Leiden der Zivilbevölkerung und die Einflussnahme der kriegführenden Parteien auf die Berichterstattung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2003

In einer Sammelbesprechung von verschiedenen Golfkriegs-Berichten deutscher Fernsehjournalisten erkennt Alexandra Senfft als zentrales Thema bei Christoph Maria Fröhders "Ein Bild vom Krieg" die Veränderungen in der Kriegsberichterstattung, die während des Golfkrieges die "neue Spezies" des "embedded journalist" herausgebildet hat. Senfft lobt Fröhders "eindrückliche" Schilderungen aus dem zumeinst "profanen" Alltag des Krieges und betont, dass der Reporter "gute Kenntnisse" über den Irak und die Situation zu bieten hat. Sein Buch mache deutlich, welche Schwierigkeiten ein Fernsehjournalist unter den erschwerten Bedingungen der Zensur habe, sich der "Wahrheit" anzunähern, so die Rezensentin betroffen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2003

In Fachkreisen nennt man Veröffentlichungen wie dieses Buch über den Irak-Krieg "Schnellschüsse", informiert Jochen Hieber durchaus kritisch in einer Besprechung. Sprachlich mit der "heißen Nadel gestrickt", hält er dem Bericht von Christoph Maria Fröhder "Ein Bild vom Krieg" allerdings zugute, dass sich der Fernsehjournalist um "reflektierende Distanz bemüht" und zumindest versucht, historische Hintergründe in seinen Bericht mit einzubeziehen. Außerdem findet es der Rezensent lobenswert, dass Fröhder durchaus bewusst ist, dass er immer nur einen "Bruchteil des Geschehens" wirklich überblickt und deshalb in seinem Buch vor allem über die Lage der Bevölkerung, so wie er sie selbst beobachtet hat, berichtet.

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