Das Buch untersucht die Tätigkeit der etwa 3.000 deutschen Fachleute, die zwischen 1945 und 1947 zum großen Teil zwangsweise in die Sowjetunion verbracht wurden. Welche Stellung hatten die deutschen Teams in der sowjetischen Rüstungsindustrie und Gesellschaft? Wie hoch war ihr Selbstverständnis, wie ihre Arbeitsmoral? Wann kehrten sie nach Deutschland zurück? Wie gestaltete sich ihre Eingliederung in die DDR? Für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden erstmals nicht nur deutsche, britische und amerikanische Dokumente, sondern auch systematisch Archivmaterialien sowjetischer Behörden und Organisationen ausgewertet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2001
Jasper Wieck hat eine überzeugende Studie über deutsche Spezialisten in der Sowjetunion gelesen. Vorwiegend Atomforscher, Raketenbauer und Flugzeugkonstrukteure seien nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der UdSSR tätig gewesen - die meisten von ihnen wurden gegen ihren Willen dorthin verschleppt, so der Rezensent. Die Sowjets hätten jedoch nur "begrenzten Nutzen" von den Forschern gehabt, schreibt der Rezensent: Zwar hätten diese keine Vorbehalte gegen die UdSSR gehegt - doch ohne Arbeitsmaterial aus heimischen Labors war den Spezialisten nur die "Rekonstruktion bereits entwickelter Technologien" möglich, so Wieck: Neue Erfindungen waren Mangelware. Diese "solide" Studie beweist nach Meinung des Rezensenten, dass "Kommandowirtschaft" lähmend auf Forschung und Entwicklung wirkt.
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