Sie kennen sich seit der Kindheit und beginnen gerade, ihre eigenen Wege zu gehen, als plötzlich einer von ihnen als Mörder festgenommen wird. Er soll seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben. In einem schier endlosen Indizienprozess wird das Unterste zuoberst gekehrt. Die Freunde kämpfen für den Angeklagten, denn er kann, er darf kein Mörder sein. Doch als 15 Jahre nach dem Urteil eine Journalistin sich der Sache noch mal annimmt, stellt sich die Frage der Loyalität wieder neu.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2022
Rezensentin Maria Wiesner erklärt, dass sich Christoph Poschenrieder mit seinem Krimi auf einen realen Münchener Mordfall aus dem Jahr 2006 bezieht. Allerdings interessiert sich der Autor laut Wiesner weniger für den Schuldigen als dafür, wie eine Gruppe von Freunden damit umgeht, wenn einer von ihnen des Mordes verdächtigt wird. Ausgehend von der Vorlage schafft der Autor in der Tradition von Capotes "Kaltblütig" eine Mixtur aus Fakten und Fiktion und taucht ein in die Psychologie der Figuren, so Wiesner. Die Nüchternheit der Geschichte findet Wiesner bemerkenswert.
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