Aus dem Amerikanischen von J. Haas, F. Kugler, j. Orth und S. Scheer. Wie kaum einer zuvor, hat Roger Federer es über die Jahrzehnte so leicht aussehen lassen, zwischen angeschnittenen Rückhänden, erstklassigen Vorhänden und Überkopfbällen zu wechseln. Sein Weg vom temperamentvollen, wasserstoffblonden Teenager mit fragwürdigem Style hin zum größten, selbstbeherrschtesten und elegantesten aller Spieler war vor allem von einem starken Willen geprägt. Roger Federer hatte nicht nur wahnsinniges Talent, sondern auch die mentale Stärke, in der Tenniswelt zu bestehen und sich zu den Größten hochzukämpfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2021
Rezensent Matthias Alexander hat einen Kritikpunkt bei Christopher Clareys "klug komponierter" Federer-Biografie anzubringen: Der Autor erwähnt David Foster Wallace und seine Elogen auf Federers Spiel nicht. Über die Leichtigkeit des Tennisspielers beim Match dagegen schreibt Clarey ausführlich und überträgt sie auf den ganzen Menschen. Die persönliche Bekanntschaft mit Federer kommt ihm dabei zupass, meint Alexander, der Autor hält aber dennoch gekonnt die Balance zwischen Nähe zu Distanz und deutet gar Kritik an, so an der geschäftlichen Coolness des Sportlers. Stark ist die Biografie laut Rezensent in ihrer Quellenbasis, den vielen Gesprächen mit Weggefährten. Über die Entwicklung des Tennissports an sich, erfährt der Leser eher wenig, stellt Alexander fest.
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