Sie ist eine der großen Aufgaben unserer Zeit: die Energiewende. Das anspruchsvolle Ziel dieser Jahrhundertaufgabe lautet, Energie umweltverträglich, wirtschaftlich und sicher bereitzustellen.
Der EU-Abgeordnete Claude Turmes hat einige der zentralen Energie- und Klimareformen Europas geleitet. In seinem Buch "Energiewende" erklärt der Insider, wie die Akteure der Politik in Brüssel Weichen für, aber auch gegen die Jahrhundertaufgabe stellen. Der Band beleuchtet neben den Grundlagen die aktuellen Herausforderungen, die die neue Bereitstellung, Verteilung und Speicherung von Energie mit sich bringen, und gibt Einblicke in Innovationen aus dem Bereich der Energietechnik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2018
Jochen Zenthöfer hält das Buch des Grünen EU-Abgeordneten Claude Turmes für lesenswert. Den Autor nennt er einen klugen und engagierten Kopf, das Buch findet er bei aller offenen Subjektivität aufschlussreich, da es ihn über Entscheidungsfindungsprozesse in Europa in Sachen Energiewende informiert. Das Ringen des Autors um Gesetzesänderungen, Allianzen und Öffentlichkeit findet er beeindruckend. Weniger fein findet Zenthöfer die Anklagen gegen andersdenkende Kollegen. Die Ansichten des Autors könne man teilen oder nicht, als Darstellung grüner Bemühungen um die Energiewende tauge der Band allemal, meint der Rezensent.
Rezensent Reinhard Loske schätzt den grünen Europaparlamentarier Claude Turmes als Sachverständigen rund um das Thema "Energiewende". Entsprechend angetan ist der Kritiker von diesem Buch, in dem ihm Turmes nicht nur über Energieeffizienz, Netzmanagement oder Windenergie aufklärt, sondern auch soziale und institutionelle Neuerungen wie beispielsweise die Rekommunalisierung der Energieerzeugung oder die Verschmelzung von Energieproduzenten und -konsumenten beleuchtet. Mit Interesse liest Loske darüber hinaus, wie der Autor die Energiewende als Chance für Europa betrachtet. Wenn ihm Turmes ein "Europa der Bürger" schildert, die von der EU subventioniert selbst für ihre Energieerzeugung verantwortlich sind, dabei auch Lösungen für den Kohleausstieg oder die Reform des Emissionshandels nennt, entdeckt der Kritiker gar ein ganzes "Feuerwerk an Ideen". Da verzeiht der Rezensent nicht nur das Fehlen eines Personen- und Stichwortverzeichnisses, sondern auch die gelegentliche Blindheit für mögliche Konflikte.
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