Seit Angela Merkel mit der "Energiewende" den Turbo ein- und die Atomkraftwerke ausschaltete, herrscht in puncto Energieversorgung das blanke Chaos. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll erst abgeschafft werden, dann wieder doch nicht, Offshore-Windparks werden mit viel Wind gestartet, dann gestoppt. Stromnetze werden geplant, aber nicht gebaut. Plötzlich weiß niemand mehr, wo es eigentlich langgeht. Stattdessen beherrschen Lobbyisten unterschiedlichster Herkunft die Diskussion, drehen die Politiker mal in die eine, dann in die andere Windrichtung, und das Volk sehnt sich nach alten Zeiten zurück, als der Strom einfach nur aus der Steckdose kam - und am Ende sollen die Menschen für das ganze Durcheinander auch noch die Zeche zahlen. Claudia Kemfert erklärt uns allen - Bürgern, Politikern und der Wirtschaft - die Energiewende. Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Denn die Energiewende hat gerade erst begonnen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2013
Lesen, lesen!, ruft Peter Becker. Wer wissen will, welche Lobby er mit seinem Strompreis subventioniert, was es mit der Verschleppung der Energiewende auf sich hat, wer hier bremst und warum, und was Philipp Rösler damit zu schaffen hat, dem empfiehlt Becker das Buch der am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung tätigen Claudia Kemfert. Dass Kemfert bescheiden, alltagsnah schreibt, aber kein Blatt vor den Mund nimmt, findet er gut. Ein Literaturverzeichnis im Buch hätte er auch gut gefunden.
Ausgesprochen informativ und relevant findet Fritz Vorholz Claudia Kemferts Studie "Kampf um Strom", wobei den Rezensenten besonders freut, dass die Autorin darin die üblichen Stammtischweisheiten zum Thema Energiewende gehörig aufs Korn nimmt. Über Kefert weiß der Rezensent allerlei zu berichten, etwa, dass sie als in Norbert Röttgens nordrhein-westfälischem Schattenkabinett als Energieministerin vorgesehen war, dass die Brigitte sie als "die Frau, die alles weiß" tituliert hat oder dass sie als wissenschaftliche Politikberaterin mit ihrer Meinungsfreude für Aufsehen sorgt. Dass sie in "Kampf um Strom" nicht als Wissenschaftlerin, sondern als engagierte Streiterin für die Energiewende auftritt, gefällt Vorholz, dem zum vollen Glück nur ein Statistikanhang fehlt.
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