Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2001
Recht interessant findet Hans Hecker diese Arbeit von Claudia Weiss über die russische Emigrantenpresse in Frankreich. Das liegt vor allem im Spannungsverhältnis, das aus Umstand erwächst, dass die russische Bevölkerung im Ausland extrem heterogen war, was sich auch in ihren Publikationen niederschlug. In diesem Zusammenhang stellt die Autorin die These auf, dass die kollektive russische Identität, die gemeinsame Bezugnahme auf ein vorsowjetisches Russland im wesentlichen "das Werk der russischen Emigrantenpresse" ist. Die versuchte nämlich "die russischem Emigranten als Gemeinschaft nach außen scharf abzugrenzen und ihren Zusammenhalt über alle Gegensätze und Streitigkeiten hinweg zu stärken", so fasst der Rezensent die wesentlichen Thesen dieses Buches zusammen.
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