Clayton Eshlemans umfangreiches Werk überschreitet die Grenzen von Poesie und Prosa. Der Dichter versucht mit Whitmanscher Geste, die frühen Mythen und die Moderne zu versöhnen, er verknüpft die Höhlenmalerei und die psychologischen Theorien von Wilhelm Reich und C.G. Jung und scheut dabei nicht eine politische Aussage. Dieses funkelnde Werk der amerikanischen Literatur ist ein archetypisches Szenario von Abstieg und Wiedergeburt (Eliot Weinberger), eine danteske Vision unserer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2012
Der emeritierte Anglist Werner von Koppenfels hält es zwar für an der Zeit, das Oeuvre des amerikanischen Lyrikers, Übersetzers und Kritikers Clayton Eshleman auch im deutschsprachigen Raum zu erschließen und lobt deshalb diesen Band der Edition Lyrik-Kabinett bei Hanser nachdrücklich. Trotzdem macht ihn diese Gedichtsammlung nicht glücklich, wie er erklärt. Indem die Gedichte nur in deutscher Übersetzung wiedergegeben werden, entzieht sich die Übertragung nicht nur völlig dem Vergleich mit dem Original und lässt, wie der Rezensent zeigt, viel Raum für "Missverständnisse". Zugleich gehen Doppelbedeutungen und literarische Anspielungen verloren und beschneiden so den großen "Reichtum" dieser Gedichte, bedauert Koppenfels.
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