Er war ein leidenschaftlicher Tonpoet und kühner musikalischer Vordenker, der in seinem Schaffen Sinnlichkeit und Intellektualität, Realismus und Traumverlorenheit genial zu vereinen wusste: Robert Schumann (1810-1856), vor zweihundert Jahren geboren und bis heute in allen Konzertprogrammen der Welt präsent. Schumann war jedoch nicht nur ein bedeutender Komponist und Musikschriftsteller, sondern auch ein politisch wacher Zeitgenosse, der mit der Revolution von 1848/49 sympathisierte. Einerseits stand er - als Vater von acht Kindern - ganz im Leben, andererseits betäubte er sich mit Rauschmitteln, schwor auf das in seinen Kreisen beliebte Tischerücken und ließ durch seine Stücke geheimnisvolle Stimmen geistern. Martin Geck erzählt den Lebensweg dieses Universalgeists der Romantik und berichtet dabei von den gesellschaftlichen und künstlerischen Umbrüchen seiner Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.06.2010
Zum 200. Geburtstag von Robert Schumann hat Hans-Jürgen Linke drei Neuerscheinungen über den Komponisten gelesen, die er alle drei wärmstens empfehlen kann. Martin Gecks Schumann-Biografie begeistert den Rezensenten durch stupendes Wissen, seine einfühlende Urteilsfähigkeit und nicht zuletzt dadurch, dass er beim Autor scharfsinnige Analyse und erzählerische Brillanz vereint findet. Zudem sei Geck ein "Meister der unprätentiösen und gewichtigen Andeutung", was sein Buch so anregend mache, schwärmt der Rezensent. Souveränität, Emphase und Takt hat Linke in dieser Biografie zudem gefunden, die sich als Apologie eines Künstlers versteht, den man bis heute allzu häufig einseitig mit seiner psychischen Erkrankung zu erklären sucht, wie der Rezensent weiß.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.03.2010
Martin Gecks Monografie über Robert Schumann scheint Rezensent Reinhard J. Brembeck eine solide Angelegenheit. Er schätzt das Buch, das die Biografie des Komponisten in den Mittelpunkt stellt, als sachlich und kenntnisreich. Geck bewegt sich in seinen Augen damit auf "sicher akademischer Seite". Ob die Form einer streng chronologischen Lebens- und Werkerzählung des Autors einem sperrigen Komponisten wie Schuhmann, dessen Leben getrieben und sprunghaft war, ganz gerecht wird, lässt er einmal dahin gestellt sein. Auch Gecks Definition der Oper scheint ihm gewagt und offensichtlich aus anderen Komponierästhetiken gewonnen. Wie auch immer: Mit seiner Arbeit bedient Geck nach Ansicht des Rezensenten das "Erstinformationsrecht eines Schumann-Adepten".
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