Im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Dan Diner. Mit 360 Schwarzweiß-Abbildungen und 42 Karten. Von Europa über Amerika bis zum Vorderen Orient, Nordafrika und anderen außereuropäischen jüdischen Siedlungsräumen erschließt die Enzyklopädie die neuere Geschichte der Juden von 1750 bis 1950. Rund 800 Stichwörter präsentieren den Stand der internationalen Forschung und entwerfen ein vielschichtiges Porträt jüdischer Lebenswelten. Übergreifende Informationen zu zentralen Themen vermitteln ca. 40 Schlüsselartikel zu Begriffen wie Autonomie, Exil, Emanzipation, Literatur, Liturgie, Musik oder Wissenschaft des Judentums. Zuverlässige Orientierung bei der Arbeit mit dem Nachschlagewerk bieten ausführliche Personen-, Orts- und Sachregister im siebten Band. Die Enzyklopädie stellt Wissen in einen Gesamtkontext und bietet Wissenschaftlern und Interessierten neue Einblicke in die jüdische Geschichte und Kultur. Ein herausragender Beitrag zum Verständnis des Judentums und der Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2015
Enzyklopädien haben es an sich, eine große Menge an Themen zu umfassen, und noch Friedrich Wilhelm Grafs Rezension der "Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur" zählt eine schwierig in den Blick zu bekommende Vielzahl auf. Der Herausgeber Dan Diner hat jedenfalls hervorragende Arbeit geleistet, die Vielfalt jüdischen Lebens in der Moderne aufzuzeigen und dabei gleich noch eine Lanze für die Enzyklopädie in Buchform gebrochen, die zwar mit der Faktenfülle des Internets nicht mehr mithalten können wird, aber durch die Publikationspraxis durch kritisches Problembewusstsein glänzt, so der Rezensent.
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