Mit 56 Farbfotos auf Tafeln. Ein junger Kerl - Judokämpfer und Motorradfahrer - will Abstand gewinnen von Elternhaus und Freundin, die Welt erobern, sein Leben in die Hand nehmen und auf eigenen Beinen stehen. Er verschifft sein Motorrad nach Alaska und macht sich auf den langen Weg nach Süden - "Southbound" bis Feuerland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2006
Zwiespältig hat Rezensent "sg" dieses Buch aufgenommen. Dessen Beschreibung eines Motorrad-Selbstfindungstripps durch den amerikanischen Kontinent findet er zwar gelegentlich recht kurzweilig. Besonders, wenn es um die humoristische Aufbereitung von "Pleiten, Pech und Reifenpannen" oder kultureller Missverständnisse geht. Auch die Vermittlung des rauschhaften Lebensgefühls scheint nicht ohne Reiz zu sein. Langfristig jedoch geht dem Rezensenten das Schlenkern zwischen Tagebuchaufzeichnungen, Spontisprüchen und literarischem Road-Movie samt Rocker-Rhetorik auf die Nerven. Weil sich der Autor für die durchreisten Länder kaum interessiert, bleibt für "sg" auch der informative Mehrwert dieses "heißen Ritts" hin zu denantiken südamerikanischen Kulturen letztlich auf der Strecke.
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