Daniel Casanave, Yuval Noah Harari, David VanderMeulen

Sapiens

Der Aufstieg
Cover: Sapiens
C.H. Beck Verlag, München 2020
ISBN 9783406758935
Gebunden, 248 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Yuval Noah Hararis "Kurze Geschichte der Menschheit" machte ihn zu einem der erfolgreichsten Sachbuchautoren der Welt. Jetzt erscheint der Weltbestseller in vier Teilen als Graphic Novel. Den Anfang macht "Sapiens. Der Aufstieg": Vor Millionen von Jahren war der Mensch bloß ein relativ unbedeutender Vertreter der Tierwelt. Wenn die Erde ein Königreich gewesen wäre, hätten andere Tiere auf dem Thron gesessen - Löwen vielleicht oder Elefanten. Heute besitzen die Menschen Kräfte, derentwegen sie den anderen Tieren wie Götter vorkommen müssen. Wie konnte ein körperlich relativ schwacher Affe sich zum Herrn der Welt aufschwingen? Und was musste er tun, um sich die Erde untertan zu machen? In "Sapiens", der Graphic Novel, tritt Yuval Noah Harari selber auf. Gemeinsam mit seiner Nichte Zoe und anderen geht er diesem Rätsel auf den Grund. Sie erkunden das Schicksal der Neandertaler, schauen sich die Gameshow "Evolution" an und verfolgen die Abenteuer von "Prehistorik Bill". Schon bevor die Menschen sesshaft wurden, waren sie die Könige der Welt. Wie es dazu kommen konnte, zeigt dieses Buch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2020

Rezensent Thomas von Steinaecker wundert sich nicht, dass Yuval Noah Hararis Bestseller "Eine kurze Geschichte der Menschheit" nun auch als Graphic Novel adaptiert wurde, denn den großen Erfolg des Buches erklärt er sich nicht zuletzt durch dessen "Affinität zum Visuellen". In diesem ersten Band der geplanten Comic-Tetralogie picken sich nun der Zeichner Daniel Casanave und der Szenarist David Vandermeulen die "Perlen" aus Hararis Text heraus und schaffen es dabei, den Sachbuch-Inhalt dramaturgisch spannend zu gestalten, wie zum Beispiel durch die hinzugefügte Erzählperspektive von Hararis Nichte, lobt von Steinaecker. Hinzu kämen "saukomische" Passagen wie eine Gaming Show, in der Affen sich als Sapiens beweisen müssen. Nur das letzte Kapitel gerät dem Rezensenten etwas zu moralisierend. Trotzdem sieht er den Folgebänden gespannt entgegen.
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