Daniela Forkmann (Hg.), Michael Schlieben (Hg.)

Die Parteivorsitzenden in der Bundesrepublik Deutschland 1949-2005

Cover: Die Parteivorsitzenden in der Bundesrepublik Deutschland 1949-2005
VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005
ISBN 9783531145167
Kartoniert, 401 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Parteien benötigen Vorsitzende. Politik funktioniert nicht ohne politische Führung. Dieser Band der Göttinger Parteienforschung setzt sich mit den personalisierten Führungsprozessen auseinander. Denn die an der Spitze einer Partei stehende Person stellt eine wesentliche Variable für deren Entwicklungsprozess dar. In einzelnen Studien werden die Parteien, die seit 1949 im Deutschen Bundestag vertreten waren, und ihre insgesamt über 80 Parteivorsitzenden untersucht. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welches sind Notwendigkeiten und Herausforderungen, welches die Einflussmöglichkeiten und Beschränkungen von politischer Führung? Und ganz konkret: Wer ist ein guter Parteivorsitzender, wer ein erfolgreicher? Und woran sollte dies gemessen werden?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2005

Recht informativ findet Rainer Blasius diesen Aufsatzband über die Parteivorsitzenden in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 2005. Der Band bietet seiner Ansicht nach "meist gelungene" biografische Annäherungen an die vielen Vorsitzenden sowie "oft lohnende" Beobachtungen über sehr unterschiedlich ausgeprägte Führungsstile. Neben Michael Schliebens Beitrag über die Parteivorsitzenden der gescheiterten, längst vergessenen kleinen Nachkriegsparteien stellt er den Aufsatz des Göttinger Politologen Franz Walter über die zwölf FDP-Chefs seit 1949 vor. Interessant erscheinen ihm ferner Peter Lösches systematische Überlegungen zum Führungsverhalten von Parteivorsitzenden. Lösche gebe zu, dass der Versuch, Parteiführung zu typisieren, nicht die historische Wirklichkeit widerspiegle, sondern nur dabei helfe, den "Dschungel von höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten, Führungsstilen, Machtkonstellationen, von Machtinstrumenten und von politischen und historischen Gegebenheiten etwas zu ordnen" (Lösche) und wenn möglich zu periodisieren.
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